Mülltrennung – Eigentlich für die Tonne?

In keinem Land der Welt wird eine so aufwändige Mülltrennung betrieben wie in Deutschland. Viele Haushalte geben sich Mühe, beim Sortieren ihres Hausmülls möglichst wenig falsch zu machen. Dabei wird immer wieder darüber berichtet, dass diese “Vorarbeit” nur bedingt zum Umweltschutz beiträgt.

Die Argumente

Natürlich lassen getrennt entsorgte Stoffe besser verwertet. Glas, Altpapier und selbst Kunststoffe treten so den Recycling-Weg an. Dringend benötigte Rohstoffe wie Aluminium, Kupfer und Co. müssen somit in geringerer Menge komplett neu gewonnen werden. Selbst wenn sich der Müll nicht wiederverwerten lässt und in der Verbrennungsanlage landet, hat die Trennung hier einen deutlichen Vorteil: Wird bei der Verbrennung immer nur eine Müllsorte beseitigt, entstehen deutlich weniger giftige Gase. Durch die Mülltrennung entstehen aber auch Nachteile wie zum Beispiel der erhöhte Platzbedarf und es bedarf einer größeren Fahrzeugflotte, um die Abfuhr zu gewährleisten. Dadurch steigen Emissionen und Kosten.

Die Mülltrennung ist zwar mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden aber nicht komplett sinnlos. Selbst wenn noch viele Millionen Tonnen nicht verwertbarer Stoffe letztendlich im Ofen landen, trägt das Sortieren dazu bei, dass Wertstoffe besser wiederverwendet werden können.

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