Die Biologie und die Evolution

Noch heute gibt es in einigen amerikanischen Staaten Kontroversen, wenn es um die Evolutionstheorie geht. Immer noch finden sind dort Menschen die an den Kreationismus (die wörtliche Auslegung der biblischen Schöpfungsgeschichte) glauben und diesen weiterhin als Unterrichtsstoff auf den Lehrplänen staatlicher Schulen sehen möchten. Bei uns hat sich die Evolution hingegen längst als wissenschaftlich bewiesene Tatsache durchgesetzt. Doch was heißt das überhaupt?

Die Theorie und ihre Thesen

Ursprünglich kommt der Wortstamm aus dem lateinischen von „evolvere“, was so viel wie entrollen, hinauswälzen aber auch entwickeln bedeuten kann. Und Entwicklungen sind genau das womit sich die Evolutionstheorie beschäftigt. Sie beschreibt die Entstehung und Veränderung von Arten, ausgelöst durch verschiedene Umweltfaktoren, wie Klimaerwärmung, innerartliche und interspezifische Konkurrenz. Diese Komponenten zwingen die ihnen unterworfenen Spezies zur Veränderung um weiterhin überleben zu können – sie üben einen gewissen Druck aus, den man auch Selektionsdruck nennt. Dieser führt dazu, das sie sich umorganisieren. Allerdings ist dies kein gerichteter, absichtlicher Vorgang, sondern ein zufälliges natürliches geschehen das durch regelmäßig auftreten Mutationen zustande kommt. Diese Mutationen erscheinen unter allen Umständen, nur kommt es manchmal vor, dass sie einen Vorteil durch bessere Anpassung an die Umgebung haben und sich deshalb durchsetzen.
Zusammenfassend kann man also sagen: Die regelmäßige Mutation bewirkt aufgrund der Selektion eine Evolution einer Art.

Die Geschichte der Evolutionstheorie bis zum heutigen Tage

1859 erschien das Buch “On the origin of species” von Charles Darwin. Dieser beobachtete auf den Galapagos Inseln unterschiedliche Finkenarten und zog aus deren verschiedenartigen an die jeweilige Inselumgebung angepassten Äußeren jene Rückschlüsse, die bis heute die prägenden Kernaussagen der Evolutionstheorie bilden. Selbstverständlich sorgte die Publikation im ersten Moment für einen Skandal, da sie offen die christliche Schöpfungstheorie negierte und zum ersten Mal eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Affen in Betracht zog. Erst um 1900 als andere Arbeiten (unter anderem die von Mendel) begannen der Biologie die Ebene der Genetik hinzuzufügen und man zum ersten Mal begann nachzuvollziehen wie Darwins Evolutionstheorie funktionieren könnte, fasste sie wirklich Fuß in den Köpfen der Menschen. Durch die heutigen wissenschaftlichen Methoden und Utensilien (wie das Rasterelektronenmikroskop) lässt sie sich zweifelsfrei beweisen und gilt als fundierte Grundlage von Disziplinen wie Neurologie und Zellbiologie.

Empfehle diesen Artikel deinen Freunden
  • gplus
  • pinterest